Paolo Cognetti, Acht Berge
- Author: Karin
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Über eine Männerfreundschaft vor dem Hintergrund der italienischen Dolomiten. Für Liebhaber des Hochgebirges unter intensivem Nachdenken über das, was Beziehungen ausmacht. Weise und einfach schön. (Im November 2018 bei Penguin im Taschenbuch erschienen, 272 Seiten, € 13,40, ISBN 978-3-328-10344-8)
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Leon Engler, Botanik des Wahnsinns
Schon wegen des genialen Covers!! Basiert auf der historischen Vorstellung, geistige Krankheiten in ein ähnlich klares Ordnungssystem bringen zu können wie im 17. Jahrhundert die Pflanzenarten. (Carl von Linné, nicht nur Botaniker, sondern auch Mediziner, verfasste tatsächlich nicht nur seine weltberühmte Schrift Systema naturae, sondern auch eine Genera Morborum.) Unglaublich reich an Wissen, zeichnet die Erzählung den Weg eines jungen Manns nach, der versucht, der von psychischen Erkrankungen schwer vorbelasteten Familiengeschichte zu entgehen, doch schließlich, wenn auch „auf der anderen Seite“, weil als junger Psychologe, genau dort landet, wo er nie hin wollte, nämlich auf der Psychiatrie. Wenn auch immer wieder sehr feine sprachliche Wendungen und auch vereinzelt wunderbarer Sprachwitz, so doch insgesamt für mich nicht so „leichtfüßig“ wie am Umschlagtext angekündigt: Der Ton bleibt belastet, die Erzählung gegenüber den faszinierenden wissenschaftlichen Erkenntnissen im Hintergrund. Als „Roman“ geht er für mich nur teilweise durch. Trotzdem – als Sachtext – absolut lesenswert!
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Thomas Sautner, Die Erfindung der Welt
Eine Schriftstellerin mit dem Auftrag, über nichts Geringeres als „das Leben selbst“ zu schreiben, findet in der Grenzregion des nördlichen Waldviertels unerwartete Einblicke in Kosmos und Mikrokosmos, sich selbst und nicht zuletzt in das Wesen der Liebe. Voller sprachschöpferischer Beglückungen. (2023 als Aufbau Taschenbuch, 400 Seiten, € 13,40, ISBN 978-3-7466-3897-3)
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Sylvain Prudhomme, Der Junge im Taxi
Ein etwa vierzigjähriger Mann erfährt beim Begräbnis seines Großvaters von dessen unehelichem und von der gesamten Familie totgeschwiegenem Sohn am Bodensee, den dieser dort einst als französischer Besatzungssoldat gezeugt hat. Selbst Vater von zwei Söhnen und gerade erst von seiner Frau getrennt, macht er sich auf die Suche nach ihm. Vom ersten Satz an berühren ganz stark die Unmittelbarkeit des Erzählten, die Atemlosigkeit und Nähe, zu der auch die auf ein Minimum reduzierte Interpunktion im Text beiträgt. (Übersetzung aus dem Französischen, 2. Auflage Juli 2025, Unionsverlag, Hardcover, 192 Seiten, € 22,70, ISBN 978-3-293-00632-4)
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