Julya Rabinowich erzählt die Geschichte zweier schwuler Jugendlicher, der eine jüdisch, der andere muslimisch und beide, trotz wilder Verliebtheit, verunsichert wegen ihrer jeweiligen religiösen Hintergründe. Als Mos großer Bruder sich zunehmend radikalisiert, gefährdet das nicht nur dessen Beziehung mit Moritz, sondern auch jene zu seiner Familie sowie die Leben der Besucher der Taylor-Swift-Konzerte in Wien im August 2024. Die Stärken dieses Jugendromans liegen in der sich langsam entwickelnden Romanze, die allerdings teilweise zu plakativ beschrieben wird, zudem bleiben viele Nebenfiguren skizzen- oder clichéhaft, aber alles in allem ist der Autorin ein spannend-berührendes Buch gelungen, das zum Nachdenken anregt. (2026 bei Hanser erschienen, Klappenbroschur, 224 Seiten, € 17,50, ISBN 978-3-446-28589-7)