Marina Vujčić, Sicheres Haus

Das „Sichere Haus“ ist das Frauengefängnis in Požega, in dem Lada ihre Haftstrafe verbüßt, weil sie sich nach sieben Jahren zum ersten Mal gegen die physische und psychische Gewalt ihres Ehemanns gewehrt und ihn dabei in Notwehr erstochen hat. Von Marina Vujčić sorgfältig recherchiert – die Danksagung auf der letzten Seite gibt es nicht umsonst – und hervorragend geschrieben sowie von Mascha Dabić sublim übersetzt, ist dieses Buch eine Art J’accuse, das uns vor Augen führt, mit welcher Selbstverständlichkeit das eigentliche Opfer in den Augen der Gesellschaft zur bloßen Täterin wird. (2026 bei Residenz erschienen, gebunden, 280 Seiten, € 25, –, ISBN 978-3-7017-1820-7)