Stefan Slupetzky, Nichts wie weg
- Author: Valerie
- Category: Belletristik, Valerie

In dieser bizarren Liebesgeschichte bekommen die handelnden Personen mit hoher Frequenz ihr Fett ab. Je weiter man liest, desto mehr freut man sich auf das nächste Mal, langsam erkennend: ich bin viel boshafter als gedacht! (2025 bei Picus erschienen, 254 Seiten, gebunden, € 24,–, ISBN 978-3-7117-2161-7)
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Laura Freudenthaler, Iris
Eine Schriftstellerin, die von einem Gastvortrag zum nächsten reist, um eines neuen Projektes willen Recherchen zu Hexenprozessen betreibt und einen Hang zu BDSM hat, steht kurz vor dem Nervenzusammenbruch, was allerdings nur der Leserin bzw. dem Leser auffällt, weder den Nebenfiguren noch der Protagonistin selbst. Laura Freudenthaler schreibt nicht, um zu unterhalten, sondern als Künstlerin, die ihrem Publikum einiges abverlangt. (2026 bei Jung und Jung erschienen, 176 Seiten, gebunden, € 24,–, ISBN 978-3-99027-441-5)
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Federica Manzon, Alma
Haben wir es hier mit einer Liebesgeschichte zu tun? Oder einer Familiengeschichte? Ist es das Portrait einer Stadt? Stehen Geschichte und Politik im Zentrum? All diese Fragen lassen sich mit ja und nein beantworten. Das Wesen dieses wunderbaren Romans machen, meines Erachtens nach, die Unrast, die Zerrissenheit, der verzweifelte Drang nach Antworten auf Fragen, der stets unterdrückt oder dem immer ausgewichen wird, und ein hohes Maß an soziokultureller Kontemplation aus, das letzten Endes in einem Buch voll nervöser Ruhe, unsentimentaler Sentimentalität und Feinfühligkeit resultiert, einem Buch, das mich schlichtweg bezaubert hat; Freunde und Verwandte dürfen sich auf zeitnahe Zwangsbeglückung einstellen. (2026 bei Pfaueninsel erschienen, 320 Seiten, gebunden, € 24,70, ISBN 978-3-69131-006)
- Author: Valerie
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M. L. Stedman, Ein weites Leben
Ich habe kein wirkliches Interesse daran, wie Schafzucht in Westaustralien vor siebzig Jahren funktioniert hat, trotzdem hat mich M. L. Stedmans zweiter Roman von der ersten Seite an mitgerissen. Ein Autounfall dezimiert die fünfköpfige Familie MacBride, hart arbeitende, umgängliche Leute, auf zweieinhalb Mitglieder; der Vater und der älteste Sohn sterben und der jüngere erholt sich nur langsam von den erlittenen körperlichen und neurologischen Schäden, während Mutter und Tochter die Kraft finden müssen, um den Betrieb am Leben zu erhalten, ohne dabei existentiellen wie psychischen Krisen zu erliegen, denn es gilt nicht nur Hitze, Kälte und den „Erdölrausch“ zu bewältigen, bei weitem nicht. Stedman lässt immer wieder die Natur sprechen, einmal melancholisch, ein andermal auf vorsichtige Weise hoffnungsvoll; mich haben beide Varianten sehr bewegt. Mag die Ausgangssituation noch so tragisch sein und zum Teil katastrophale Konsequenzen nach sich ziehen, es wäre ein Riesenfehler, die Lektüre abzubrechen, denn am Ende wird alles gut oder halt so gut wie’s geht. (2026 bei Blanvalet erschienen, 528 Seiten, gebunden, € 26,80, ISBN 978-3-7645-1005-3)
- Author: Valerie
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