Stefan Slupetzky, Nichts wie weg
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In dieser bizarren Liebesgeschichte bekommen die handelnden Personen mit hoher Frequenz ihr Fett ab. Je weiter man liest, desto mehr freut man sich auf das nächste Mal, langsam erkennend: ich bin viel boshafter als gedacht! (2025 bei Picus erschienen, 254 Seiten, gebunden, € 24,–, ISBN 978-3-7117-2161-7)
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Édouard Louis’ Bücher mögen schwer verträglich sein, trotzdem sind sie lesenswert; sein jüngstes, mit dem er seinen autofiktionalen Zyklus abschließen will, ist da keine Ausnahme, vielleicht stellt es seine Vorgänger sogar in den Schatten. Diesmal hat die Prekarität die Gestalt seines älteren Bruders. (2025 bei Aufbau Verlag erschienen, 222 Seiten, gebunden, € 24,70, ISBN 978-3-351-03957-8)
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Federica Manzon, Alma
Haben wir es hier mit einer Liebesgeschichte zu tun? Oder einer Familiengeschichte? Ist es das Portrait einer Stadt? Stehen Geschichte und Politik im Zentrum? All diese Fragen lassen sich mit ja und nein beantworten. Das Wesen dieses wunderbaren Romans machen, meines Erachtens nach, die Unrast, die Zerrissenheit, der verzweifelte Drang nach Antworten auf Fragen, der stets unterdrückt oder dem immer ausgewichen wird, und ein hohes Maß an soziokultureller Kontemplation aus, das letzten Endes in einem Buch voll nervöser Ruhe, unsentimentaler Sentimentalität und Feinfühligkeit resultiert, einem Buch, das mich schlichtweg bezaubert hat; Freunde und Verwandte dürfen sich auf zeitnahe Zwangsbeglückung einstellen. (2026 bei Pfaueninsel erschienen, 320 Seiten, gebunden, € 24,70, ISBN 978-3-69131-006)
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Michael Riepl, Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus
Hedwig Krämer wird 1919 als Schwarzmeerdeutsche in der Südukraine geboren und stirbt über achtzig Jahre später in ihrer Wahlheimat Bayern. Ihr Enkel findet nach ihrem Tod in ihren Tagebüchern Antworten auf Fragen, die er sich ihr nie zu stellen getraut hat, und fährt in die Ukraine, einerseits weil er sich humanitär bei einer Hilfsorganisation in Kiew engagiert, andererseits um sich auf die Spuren seiner Großmutter zu begeben. Das Bild, das Riepl von der untergegangenen Welt zeichnet, kontrastiert dabei weniger als gedacht mit jenem der gegenwärtigen Ukraine. Seine Recherchen zur Geschichte und Kultur in Osteuropa, inklusive der jeweiligen Sprachen, sind gründlich und im Mittelpunkt seiner Beobachtungen steht das Menschliche. (2026 bei C. H. Beck erschienen, gebunden, 304 Seiten, € 25,70, ISBN 978-3-406-84946-6)
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