Vea Kaiser, Fabula rasa
Rasanter Parforceritt durch die Welt eines Wiener Grand Hotels. Das Thema: soziale Ungleichheit, Mutterschaft, Frausein. Grell, atemlos, witzig, doch mit tiefergehendem Kern. Sehr wienerisch! (576 Seiten, erschienen im Oktober 2025 bei Kiepenheuer & Witsch, Hardcover, € 25,70, ISBN 978-3-462-05234-3)
Brigitte Schwaiger, Fallen lassen
Der 2006 erstmals erschienene, 2025 neu aufgelegte Text der einstigen Bestseller-Autorin über ihre Zeit als Patientin auf der Baumgartner Höhe in Wien. Nur in kleinen Portionen lesbar, außerordentlich eindringlich und nahegehend, dennoch ein unverzichtbares Dokument in Sachen menschlicher Selbstbestimmung. (2025, Czernin Verlag, 160 Seiten, € 22,–, ISBN 978-3-7076-0879-3)
Caroline Wahl, Die Assistentin
Das dritte Buch der jungen Berlinerin. Wieder geht es um eine junge Frau, wieder um eine krankmachende Abhängigkeitsbeziehung, diesmal zu einem schwer narzisstischen Chef in einem Verlagshaus. Wenn auch wieder ein ähnliches Thema: Caroline Wahl kann schreiben. Beim ersten Satz ist man in der Geschichte drin, es fühlt sich alles sofort hautnah an, man kann sich nicht mehr entziehen, will unbedingt weiterlesen, am besten in einem Zug. Ihre Sprache ist so direkt, so nah dran, so jung. (2025 im Hardcover bei Rowohlt, 268 Seiten, € 24,70, ISBN 978-3-498-00770-6)
Paolo Cognetti, Acht Berge
Über eine Männerfreundschaft vor dem Hintergrund der italienischen Dolomiten. Für Liebhaber des Hochgebirges unter intensivem Nachdenken über das, was Beziehungen ausmacht. Weise und einfach schön. (Im November 2018 bei Penguin im Taschenbuch erschienen, 272 Seiten, € 13,40, ISBN 978-3-328-10344-8)
