Marlen Mairhofer, Alice
- Author: Valerie
- Category: Belletristik, Valerie
Dieses literarische Debüt wurde völlig zurecht für die Longlist zum diesjährigen österreichischen Buchpreis nominiert und gewährt auf expressionistisch-verstörende Weise Zugang zur Welt eines Mädchens bzw. wohl aller Mädchen. (2026 bei Jung und Jung erschienen, gebunden, 128 Seiten, € 23,–, ISBN 978-3-99027-451-4)
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Johanna Sebauer, Popóm
Hendrick Popom ist Ende zwanzig, als er sich selbst zufällig begegnet, nur älter und mit einem accent aigu im Nachnamen. Sein Doppelgänger ist zuerst nicht gerade begeistert davon, von einem Fremden verfolgt zu werden, sieht aber mit der Zeit die Gemeinsamkeiten und freundet sich mit ihm an. Die Ausgangslage des Buches ist dabei weit weniger absurd als die Richtungen, die die Geschichte bis zum Schluss einschlägt, als hätte Johanna Sebauer es sich in den Kopf gesetzt, die Leserin bzw. den Leser bis zur letzten Seite immer wieder zu überraschen. (2026 bei DuMont erschienen, gebunden, 224 Seiten, ISBN 978-3-7558-0079-8)
- Author: Valerie
- Category: Belletristik, Valerie
Manik Sarkar, Ochsenkopf
Ein Fleischhauer, der sich dem Verkauf qualitativ hochwertiger Ware verschrieben hat, bringt sich dabei um seine eigene Lebensqualität, auch weil er seine Umwelt ausschließlich durch die Augen eines Metzgers sieht. „Ochsenkopf“ unterhält und verstört gleichermaßen. (2026 bei Zsolnay erschienen, gebunden, 176 Seiten, € 23,70, ISBN 978-3-552-07594-8)
- Author: Valerie
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M. L. Stedman, Ein weites Leben
Ich habe kein wirkliches Interesse daran, wie Schafzucht in Westaustralien vor siebzig Jahren funktioniert hat, trotzdem hat mich M. L. Stedmans zweiter Roman von der ersten Seite an mitgerissen. Ein Autounfall dezimiert die fünfköpfige Familie MacBride, hart arbeitende, umgängliche Leute, auf zweieinhalb Mitglieder; der Vater und der älteste Sohn sterben und der jüngere erholt sich nur langsam von den erlittenen körperlichen und neurologischen Schäden, während Mutter und Tochter die Kraft finden müssen, um den Betrieb am Leben zu erhalten, ohne dabei existentiellen wie psychischen Krisen zu erliegen, denn es gilt nicht nur Hitze, Kälte und den „Erdölrausch“ zu bewältigen, bei weitem nicht. Stedman lässt immer wieder die Natur sprechen, einmal melancholisch, ein andermal auf vorsichtige Weise hoffnungsvoll; mich haben beide Varianten sehr bewegt. Mag die Ausgangssituation noch so tragisch sein und zum Teil katastrophale Konsequenzen nach sich ziehen, es wäre ein Riesenfehler, die Lektüre abzubrechen, denn am Ende wird alles gut oder halt so gut wie’s geht. (2026 bei Blanvalet erschienen, 528 Seiten, gebunden, € 26,80, ISBN 978-3-7645-1005-3)
- Author: Valerie
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