Martin Kordić, Jahre mit Martha
Eine zarte Liebesgeschichte zwischen einem blutjungen Sohn kroatischer Einwanderer und einer Literaturwissenschaftlerin im Alter seiner Mutter, die ihm über ihr begleitendes Für-ihn-da-Sein die Möglichkeit eröffnet, sein Entwurzeltsein in Deutschland zu überwinden und (letztlich ohne sie) seinen eigenen Platz im Leben zu finden. (2023 als Fischer Taschenbuch, 288 Seiten, € 14,40, ISBN 978-3-596-70936-6)
Dana Vowinckel, Gewässer im Ziplock
Ein junges Mädchen auf der Suche nach ihrer Rolle als Jüdin, als Deutsche, als Frau: Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein? Wie geht Deutschland heute mit jüdischem Leben um? Wie sieht heutiges jüdisches Leben in Israel aus? Neben all diesen großen Fragen eine wunderschöne Comin of Age-Geschichte – unbedingt Schullektüre! Ab 16. (2024 im Taschenbuch bei Suhrkamp, 359 Seiten, € 13,40, ISBN 978-3-518-47444-0)
Daniel Glattauer, Die spürst Du nicht
Glattauer gar nicht kolumnenmäßig. Das große „Ausländerthema“ auf sehr kluge Weise belletristisch verpackt. (Als Taschenbuch bei Goldmann erschienen im November 2024, 304 Seiten, € 13,40, ISBN 978-3-442-49496-5)
Clemens Setz, Monde vor der Landung
Für Freunde kurioser Stoffe und der so grandiosen wie eigenwilligen Setz’schen (Bild)sprache: Monde vor der Landung zeichnet die Lebensgeschichte der historischen Figur des Peter Bender nach, Vertreter der sogenannten Hohlwelttheorie in Deutschland, dass man – so abstrus die Gedankengänge des Fantasten und Religionsgründers nüchtern betrachtet auch sind und so sehr sie von dessen Realitätsverlust und seinem Leben in einer Parallelwelt zeugen – letztlich doch Sympathie für ihn empfindet. (2023 bei Suhrkamp erschienen, Hardcover, 528 Seiten, € 26,80. ISBN 978-3-518-43109-2)
