50 JAHRE BÜCHERSTUBE BAUMANN
Am 10. November 1975 haben Beate und Joachim die Pforten der Bücherstube Baumann erstmals geöffnet. Am 10. November 2025 gibt es uns erstaunlicherweise immer noch. Das wollen wir gemeinsam feiern! Am kommenden Montag, 10. November, freuen wir uns über alle, die vorbeikommen, um mit uns darauf anzustoßen. Am Samstag, 15. November, heißt es: Open House mit Open End! Kommt, bleibt, plaudert und feiert!
Marlen Mairhofer, Alice
Dieses literarische Debüt wurde völlig zurecht für die Longlist zum diesjährigen österreichischen Buchpreis nominiert und gewährt auf expressionistisch-verstörende Weise Zugang zur Welt eines Mädchens bzw. wohl aller Mädchen. (2026 bei Jung und Jung erschienen, gebunden, 128 Seiten, € 23,–, ISBN 978-3-99027-451-4)
Juli Zeh, Pony Show
Ungewöhnlich mitgenommen im doppelten Sinn des Wortes beende ich nach nur zwei Lesetagen Juli Zehs 512 Seiten geballte (Gerichts-)Verhandlung dessen, „was wir Liebe nennen“, das „in Wahrheit Begeisterung fürs Existieren (ist)“. Pony Show – was für ein harmloser Titel für das, was da geboten wird – schenkt gleichermaßen tiefe Einblicke ins Prozess- wie ins Verlagswesen, nicht zuletzt aber – „last, but not fucking least“ – in all das, was wir gewohnt sind, Beziehung zu nennen. Große Show und große Empfehlung. (Unheimlich sorgfältig lektoriert und korrigiert) brandneu im Oktober 2026 mit der ISBN 978-3-630-87865-2 bei Luchterhand im Hardcover um wohlfeile € 25,70.
Diego Muzzio, Goliaths Auge
„Goliaths Auge“ ist ein Schauerroman par excellence, eine Art Mischung aus Edgar A. Poe und Robert L. Stevenson, der auch die Gräuel des Ersten Weltkriegs nicht auslässt. Wir befinden uns in den 1920ern, als ein junger Mann mitten in der Nacht in eine psychiatrische Klinik eingeliefert wird, weil er nicht aufhören kann, im Trockenen Schwimmbewegungen zu vollziehen, bis er jeweils vor Erschöpfung kollabiert. Die Geschichte des Wahnsinnigen erschließt sich allmählich dem ihn behandelnden Arzt, dessen eigene geistige Gesundheit allerdings immer mehr unter dem Druck leidet, sich gegenüber einem Kontrahenten zu behaupten. (2026 bei Mare erschienen, gebunden, 205 Seiten, € 22,70, ISBN 978-3-86648-758-1)
Autorenlesung am 10. Oktober: Leon Engler liest Botanik des Wahnsinns
Liebe Freundinnen und Freunde! Leon Engler liest aus seinem hoch gelobten Romandebüt, in dem ein junger Psychologe die historischen Klassifikationssysteme der Psychiatrie infrage stellt auf der Suche nach dem, was Menschsein letztlich bedeutet. Anschließend gibt es die Möglichkeit zum Austausch in großer und kleiner Runde. Für Speis und Trank ist wie gewohnt gesorgt. Samstag, 10. Oktober 2026, um 19.00 Uhr in der Bücherstube Baumann, Gymnasiumstraße 58, 1190 Wien Eintritt 40,– € Anmeldung bitte unter buch@baumannbuch.at oder Telefon: 01 369 54 32 Mobil: 0660 123 8005 Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen! Das Bücherstube-Team
