Eva Strasser, Wildhof
Düsteres Setting mit starker Sogwirkung. Eine junge Frau, die nach Jahren der Abwesenheit das inzwischen von der umgebenden Natur wild umwucherte Haus der Eltern räumen muss, konfrontiert mit den Abgründen ihrer Vergangenheit. Ein Lobgesang auf die heilende Kraft des Waldes und der Elemente. (2025 als Hardcover bei Wagenbach erschienen, 208 Seiten, € 22,70, ISBN 978-3-8031-3373-1)
Katharina Hagena, Flusslinien
Ein Roman, breit wie ein Strom. Wunderbare Verquickung dreier sehr unterschiedlicher Schicksale: Eine 102-Jährige, die in einer Hamburger Seniorenresidenz lebt, direkt an der Elbe und am Römischen Garten, ihren jungen Fahrer, der sie täglich in den Garten und an den Fluss führt, sowie ihre achtzehnjährige Enkelin Luzie. Margrit, die alte Dame, war Stimmbildnerin von Beruf – so gibt es im Text ganz wundervolle Passagen über das Atmen und die Stimme. Arthur, ihr Fahrer, erfindet neben seiner Arbeit in der Seniorenresidenz Kunstsprachen, die er an Spiel- und Filmfirmen verkauft, wohnt direkt in einer Stelzenhütte am Elbstrand, war früher Taucher und ist jetzt noch Mitglied im deutschen Naturschutzbund. So erfährt man durch ihn viel über Sprache, aber auch über Meere und Flüsse. Luzie, ihre Enkelin, hat kurz vor dem Abitur die Schule abgebrochen und will als Tätowiererin arbeiten, ist tatsächlich künstlerisch außerordentlich begabt, hat jedoch ein Trauma zu verarbeiten und findet erst ganz am Schluss der Erzählung wieder richtig ins Leben zurück. (Erschienen im Hardcover 2025 bei Kiepenheuer & Witsch, 400 Seiten, € 24,70, ISBN 978-3-462-00729-9)
8. Februar 2025: Petritsch und Brieger lesen Lavant und Berg
Petritsch und Brieger lesen „Seit heute, aber für immer“ Christine Lavant und Werner Berg Ein Dialog aus Gedichten und Briefwechsel Liebe Freundinnen und Freunde! Weihnachten, Silvester & Co. sind vollbracht, der gewohnte Alltag kehrt langsam zurück und wir freuen uns, Sie am 8. Februar zur ersten Lesung des Jahres einladen zu dürfen. Eine Burgschauspielerin liest mit einem Regisseur aus dem Briefwechsel einer österreichischen Autorin und eines deutsch-österreichischen Malers. Oder auch: Künstler- und Ehepaar Barbara Petritsch und Nicolas Brieger lesen Christine Lavant und Werner Berg – Protokoll einer heftigen Liebe. Samstag, 8. Februar 2025 um 19.00 Uhr in der Bücherstube Baumann Gymnasiumstraße 58, 1190 Wien Eintritt 30,- € Anmeldung bitte an buch@baumannbuch.at oder 01 369 54 32 Für Speis und Trank wird wie immer gesorgt sein. Sponsored by BrewAge. Wir freuen uns auf Euer / Ihr Kommen! Das Bücherstube Team 50 Jahre Bücherstube Baumann 1975 – 2025
Jean-Baptiste Andrea, Was ich von ihr weiß
Eine wirklich schöne, breite Erzählung über das Leben zweier äußerst ungleicher Seelenverwandter vor dem Hintergrund traumhafter italienischer Landschaften in der Zeit zwischen und nach den beiden Weltkriegen. Und über so etwas wie eine große Liebe. Er, begnadeter Bildhauer ungebildet und aus ärmsten Verhältnissen, sie, die unkonventionelle, kämpferische, selbstbestimmte und hoch gebildete Tochter einer italienischer Adelsfamilie mit hochfliegenden Plänen. Ihr Zusammentreffen schicksalshaft. (Ausgezeichnet mit dem Pris Goncourt. Übersetzung aus dem Französischen. Im Mai 2025 bei Luchterhand erschienen, Hardcover, 512 Seiten, € 24,70. ISBN 978-3-630-87800-3)
